

Kappeln im Wandel:
Warum wir jetzt Mut zur Pause und zur Erneuerung brauchen
Liebe Kappelnerinnen und Kappelner,
in den sozialen Netzwerken und an den Stammtischen unserer Stadt wird derzeit leidenschaftlich diskutiert. Zwei Themen bewegen uns alle tief: Das vorübergehend „flügellahme“ Erscheinungsbild unserer geliebten Mühle „Amanda“ und die Nachricht, dass die Heringstage im Jahr 2026 eine Pause einlegen werden.
Wir als Wählergemeinschaft Kappeln verfolgen diese Diskussionen sehr genau. Wir lesen Ihre Sorgen und verstehen den Unmut. Wenn Traditionen sich verändern oder pausieren, schmerzt das. Es zeigt aber auch eines ganz deutlich: Uns allen liegt Kappeln am Herzen.
Doch wir möchten an dieser Stelle auch dafür werben, die Hintergründe dieser Entscheidungen mit einem kühlen Kopf und einem Blick in die Zukunft zu betrachten. Es sind keine Entscheidungen gegen die Tradition, sondern für deren langfristigen Erhalt.
Mühle „Amanda“: Eine Operation am offenen Herzen
Der Anblick unserer Mühle ohne Flügel ist ungewohnt und für viele schmerzlich. Doch die Realität, bestätigt durch Gutachten, ließ keine andere Wahl: Die Flügel waren marode. Die Sicherheit der Menschen geht vor.
Die gute Nachricht, die in der Aufregung oft untergeht: Die Stadt investiert eine große Menge Geld in die Sanierung. Das ist ein gewaltiges Bekenntnis zu unserem Wahrzeichen. Die Mühle wird nicht dem Verfall preisgegeben, sie wird fit gemacht für die nächsten Generationen. Ob die Flügel saniert oder erneuert werden, wird derzeit geprüft. Fakt ist: Amanda wird wieder strahlen, aber sie braucht jetzt diese „Reha“.
Heringstage 2026: Qualität vor „Weiter so“
Noch schwerer wiegt für viele die Absage der Heringstage für 2026. Nach mehr als 40 Jahren ist dies – abgesehen von der Pandemie – ein harter Schnitt. Doch wie die aktuelle Berichterstattung zeigt, ist dieser Schritt ein Gebot der Ehrlichkeit und der finanziellen Vernunft.
Die Haushaltslage der Stadt erfordert Disziplin. Schlimmer als eine Pause wäre ein Fest, das aus Geldmangel qualitativ enttäuscht und dem Namen „Heringstage“ nicht gerecht wird.
Wir sehen die Pause 2026 als Chance für eine „Generalüberholung“. Nutzen wir die Zeit bis 2027, um das Fest neu zu denken, kreative Ideen zu entwickeln und es zukunftsfähig aufzustellen. Manchmal muss man einen Schritt zurücktreten, um danach zwei Schritte nach vorne zu machen.
Unser Fazit
Veränderung ist selten bequem. Aber verantwortungsvolle Politik bedeutet manchmal, unpopuläre Entscheidungen zu treffen, um die Substanz zu schützen. Wir als Wählergemeinschaft werden darauf achten, dass die Gelder für die Mühle sinnvoll eingesetzt werden und dass die Neuausrichtung der Heringstage transparent und unter Einbeziehung der Bürger geschieht.
Lassen Sie uns die Diskussion weiterhin leidenschaftlich, aber konstruktiv führen. Nicht mit Wut, sondern mit Ideen für unser Kappeln.
Ihre Wählergemeinschaft Kappeln

Heringstage 2026
Die Heringstage starteten 1979 u.a. mit einem Festzelt und wurden lange Zeit nahezu unverändert wiederholt, ohne dass das Konzept dem sich ändernden Freizeitverhalten angepasst, sprich modernisiert wurde. Auch das Festzelt musste irgendwann weichen (Stichwort Disco-Sterben) weil es nicht mehr in die Zeit passte. Sicherheits-, Flucht- und Evakuierungskonzepte, die heute leider notwendig sind, kosten fünfstellige Beträge.
Und wofür? Für einen besseren Fischmarkt mit etwas Rahmenprogramm, wie hier viele ja auch schreiben? Ist dieser geringe Mehrwert gegenüber einem Fischmarkt €150.000 Steuergelder wert? Die städtischen Kassen sind leer, unter anderem weil die Städte und Kommunen immer mehr Aufgaben übernehmen müssen, die ihnen von Land und Bund auferlegt werden. Wäre es gerechtfertigt, €150.000 für einen besseren Fischmarkt auszugeben und das Geld dann bei anderen freiwilligen Leistungen, zB der Unterstützung der Tafel und anderen Vereinen einsparen zu müssen? Ich denke nicht.
Wir haben jetzt die Chance, mit dem verbleibenden Budget viele kleinere Veranstaltungen zu organisieren, die in Summe dem Bürger und der Stadt wesentlich mehr bringen können als ein vier Tage dauernder Fischmarkt namens Heringstage.
Gleichzeitig hat die WTK die Aufgabe und große Chance, jetzt ein modernes, dauerhaft tragfähiges Konzept für neue Heringstage ab 2027 zu entwickeln, die dann nicht mehr aus ein paar Fahrgeschäften und Junkfood-Buden mit etwas Rahmenprogramm bestehen.
Ja, so ein abruptes Ende ist schmerzhaft, aber es bietet die große Chance, veraltete Zöpfe abzuschneiden und neu und besser wieder zu starten!
Multifunktionspark für Kappeln: Erster Entwurf vorgestellt
Im Sozialausschuss wurde jetzt der erste Entwurf für einen möglichen Multifunktionspark an der Kreuzung B199/Wassermühlenstraße präsentiert. Auf rund 17.000 Quadratmetern sollen vielfältige Angebote für Sport, Spiel und Begegnung entstehen – darunter ein Skatepark, ein Pumptrack, Plätze für Basketball, Calisthenics, Boule, Schach, ein Abenteuerspielplatz und mehr. Auch Umkleiden, Toiletten und zusätzliche Stellplätze sind vorgesehen. Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf ca. 3,3 Millionen Euro. Eine Umsetzung in Bauabschnitten sowie mögliche Förderungen, z. B. durch die Aktivregion, werden aktuell diskutiert.

Frohe Ostern
Wir wünschen allen Mitgliedern, Freunden und Bürgern in Kappeln ein frohes und friedliches Osterfest!
Genießen Sie die Feiertage im Kreise Ihrer Familie, bei einem Spaziergang durch unsere schöne Stadt oder bei der Ostereisuche im Garten.
Herzliche Grüße
Ihre Wählergemeinschaft Kappeln
Agri-Photovoltaik in Kappeln: Eine nachhaltige Zukunft für Landwirtschaft und Klimaschutz
Kappeln, 07.04.2025 - Die Wählergemeinschaft Kappeln begrüßt die geplante Einführung von Agri-Photovoltaik (Agri-PV) in unserer Gemeinde. Dieses zukunftsweisende Konzept verbindet die landwirtschaftliche Nutzung von Flächen mit der klimafreundlichen Erzeugung von Solarstrom – und das ganz ohne negative Auswirkungen auf unseren Tourismus, der ein wichtiger Pfeiler unserer lokalen Identität bleibt.
Flächeneffizienz ohne Nutzungskonflikte
Agri-PV bedeutet: Über Ackerflächen oder Weideland werden spezielle, erhöhte Solarmodule installiert. Die landwirtschaftliche Nutzung darunter – etwa der Anbau von Feldfrüchten oder die Beweidung – bleibt voll erhalten. Diese Doppelnutzung bringt wirtschaftliche Vorteile für unsere Landwirte und hilft gleichzeitig, wertvolle Flächen sinnvoll zu nutzen – ganz im Einklang mit unserer Natur und dem landschaftlichen Erscheinungsbild, das Gäste und Einheimische gleichermaßen schätzen.
Keine Einschränkungen für den Tourismus
Ein wichtiges Anliegen der Wählergemeinschaft ist der Schutz des Tourismusstandortes Kappeln. Agri-PV-Anlagen sind so konzipiert, dass sie sich harmonisch in die Landschaft einfügen. Sie entstehen nicht an exponierten touristischen Hotspots, sondern an geeigneten landwirtschaftlichen Flächen. Studien und Erfahrungen aus anderen Regionen zeigen: Agri-PV hat keine negativen Effekte auf den Tourismus – im Gegenteil, die Verbindung von Nachhaltigkeit und Innovation kann sogar das Interesse an unserer Region stärken.
Wachsende Energiebedarfe – regionale Lösungen
Der Energiebedarf in Deutschland – und auch in Kappeln – wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Der Ausbau von Elektromobilität, Wärmepumpen und Digitalisierung führt zu einem wachsenden Stromverbrauch. Um unsere Region zukunftssicher zu machen, ist eine lokale, regenerative Stromerzeugung unverzichtbar. Agri-PV ist hierfür eine ideale Lösung: dezentral, effizient und umweltfreundlich.
Nachhaltige Entwicklung für Kappeln
Die Wählergemeinschaft Kappeln setzt sich für eine nachhaltige und vorausschauende Energiepolitik ein. Mit Agri-PV können wir Klimaschutz, Landwirtschaft und wirtschaftliche Entwicklung in Einklang bringen – ganz ohne Zielkonflikte. Kappeln kann hier eine Vorreiterrolle einnehmen und zeigen, wie innovative Energiekonzepte verantwortungsvoll umgesetzt werden.
Fazit
Agri-Photovoltaik bietet eine große Chance für Kappeln: Sie unterstützt unsere Landwirte, schützt das Klima, erhöht unsere regionale Energieunabhängigkeit – und lässt dabei unsere touristische Attraktivität unberührt. Die Wählergemeinschaft steht für eine Politik, die Weitblick beweist und den kommenden Generationen eine starke, nachhaltige Heimat sichert.
Pressemitteilung
Liberale Wählergemeinschaft Kappeln streicht „Liberale“ aus dem Namen – Neuausrichtung betont Offenheit und Unabhängigkeit
Kappeln, 15.01.2025 – Die Liberale Wählergemeinschaft Kappeln gibt bekannt, dass sie künftig unter einem neuen Namen als Wählergemeinschaft Kappeln auftreten wird. Der Begriff „Liberale“ wird aus dem Namen gestrichen, um die Wählergemeinschaft als offene, unabhängige und überparteiliche Plattform noch deutlicher zu positionieren.
„Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, um unser Profil zu schärfen und klarzumachen, dass wir für alle Bürgerinnen und Bürger offen sind“.
Die Entscheidung wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung im Dezember 2024 in einer internen Diskussion getroffen, bei der es um die zukünftige Ausrichtung der Wählergemeinschaft ging. Die Namensänderung bedeutet jedoch keinen Bruch mit den Grundwerten der Gemeinschaft.
„Unsere Ziele und Überzeugungen bleiben unverändert. Wir stehen weiterhin für Bürgernähe, Transparenz und den Einsatz für die Belange der Menschen in Kappeln. Mit der Namensänderung möchten wir jedoch unterstreichen, dass wir uns bewusst keiner spezifischen politischen Strömung zuordnen lassen, sondern eine unabhängige Stimme für die Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt sind“.
Die Wählergemeinschaft wird ab sofort unter dem neuen Namen auftreten. Gleichzeitig wird sie sich weiterhin für sachorientierte Politik einsetzen und dabei parteipolitische Zwänge konsequent vermeiden.
„Wir freuen uns auf die bevorstehenden Aufgaben und Herausforderungen. Unser Fokus liegt darauf, das Beste für Kappeln zu erreichen – gemeinsam mit allen, die sich engagieren möchten“.
